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Auszeichnung des Projektes "Blickwinkel" als offizielles UNESCO-Dekade-Projekt der Weltdekade Bildung für nachhaltige Entwicklung 2013/2014

Pressemitteilung der Nordend-Schule und der Stiftung WaldWelten, 21. März 2013.

Die Deutsche UNESCO-Kommission hat das gemeinsame Projekt „Blickwinkel - Inklusion macht Schule“ der Nordend-Schule Eberswalde und der Stiftung WaldWelten als Projekt der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE) ausgezeichnet. Die Auszeichnung erhalten Initiativen, die das Anliegen dieser weltweiten Bildungsoffensive der Vereinten Nationen vorbildlich umsetzen: Sie vermitteln Kindern und Erwachsenen nachhaltiges Denken und Handeln.

„Das Projekt „Blickwinkel - Inklusion macht Schule“ zeigt eindrucksvoll, wie zukunftsfähige Bildung aussehen kann. Das Votum der Jury würdigt das Projekt, weil es verständlich vermittelt, wie Menschen nachhaltig handeln“, so Prof. Dr. Gerhard de Haan, Vorsitzender des Nationalkomitees und der Jury der UN-Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung in Deutschland. Die feierliche Auszeichnung wird am 13. April 2013 im Rahmen der Messe FAIR HANDELN im International Congress Center in Stuttgart stattfinden. Die Auszeichnung wird Herr Jonas Hiermer, Geschäftsführer der Stiftung WaldWelten, stellvertretend für die Nordend-Schule und die Stiftung entgegennehmen. „Auch wenn nicht alle, die an dem Projekt arbeiten, zur Preisverleihung nach Stuttgart fahren können, die eigentlichen Gewinner sind die Kinder“, sagt Jonas Hiermer, der das ausgezeichnete Projekt gemeinsam mit der Klassenlehrerin Ulrike Amrehn und den Umweltbildnerinnen Anna Kolossova und Cindy Richter von der Stiftung WaldWelten entwickelt hat. „Natürlich gehört die Auszeichnung auch unseren Partnern wie der Stadt Eberswalde und der Karl-Sellheim- Schule, ohne die das Projekt nicht möglich wäre“, fügt Jonas Hiermer hinzu.

„Ein Ziel des Projektes „Blickwinkel“ ist es, den Brückenschlag zwischen Schülern mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt Lernen und Grundschülern in einem natürlichen Lernumfeld zu schaffen. Das Projekt orientiert sich dabei maßgeblich an den Zielen der Bildung für nachhaltige Entwicklung und verbindet dieses Konzept mit dem Ziel der gelebten Inklusion im Land Brandenburg“, erklärt Frau Ines Taßler, stellvertretende Schulleiterin der Nordend-Schule.

„Herzstück des Projektes ist ein schulnahes Waldgelände, welches die Stadt Eberswalde dankenswerter Weise für das Bildungsprojekt als „Lernort Wald“ zur Verfügung stellt. Wir möchten uns bei dieser Gelegenheit auch ganz herzlich bei unserem Stadtförster Herrn Krüger bedanken,“ freuen sich Cindy Richter und Anna Kolossova, die beiden Umweltbildnerinnen der Stiftung WaldWelten. Der Unterricht im „grünen Klassenzimmer“ soll den Kindern auf spielerische Weise neue Perspektiven und Blickwinkel auf sich, auf Andere und das Ökosystem Wald ermöglichen. Das pädagogische Konzept betrachtet den Aufbau einer von Liebe und Respekt geprägten Beziehung zur Natur als Basis für den Erwerb von ökologischem Wissen und als Motivation zu nachhaltigem Handeln.

„Das bewusste Erleben der eigenen Sinne im Einklang mit der natürlichen Umwelt eröffnet Lernpotentiale, die über die üblichen Lehrformen im Klassenzimmer oft nicht erreichbar sind. Dadurch ändert sich der „Blickwinkel“ auf „Lernbehinderung“ und schafft den notwendigen Raum für eine inklusive Begegnung von Förderschulkindern und Grundschulkindern auf Augenhöhe,“ berichtet Ulrike Amrehn, projektverantwortliche Lehrerin an der Nordend- Schule in Eberswalde.

Presse Kontakt, Projekt „Blickwinkel – Inklusion macht Schule“

Nordend-Schule:       

Frau Taßler, Telefon: 03334 212 614
Lärchenweg 8 in 16225 Eberswalde
www.nordend-schule-eberswalde.de

Stiftung WaldWelten:

Herr Hiermer, Telefon: 0151 170 80 781
Am Zainhammer 5 in 16225 Eberswalde
www.waldwelten.de

Hintergrundinformation

UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ von 2005 bis 2014
Nachhaltige Entwicklung funktioniert nur, wenn sich jeder für eine menschenwürdige Gesellschaft einsetzt. Die notwendigen Fähigkeiten dazu vermittelt Bildung für nachhaltige Entwicklung, kurz BNE. Mit der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (2005- 2014) haben sich die Staaten der Vereinten Nationen verpflichtet, diese Art des Lernens in ihren Bildungssystemen zu verankern. Auf Grundlage eines einstimmigen Bundestagsbeschlusses koordiniert die Deutsche UNESCO-Kommission die deutschen Aktivitäten zur UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung". Sie hat ein Nationalkomitee berufen und mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung eine Dekade-Koordinierungsstelle eingerichtet.

Anforderungen an Dekade-Projekte
Eine Jury aus Experten entscheidet über die Auszeichnung der Bildungsprojekte. Voraussetzung ist die Ausrichtung der Arbeit an den Grundsätzen der Bildung für nachhaltige Entwicklung. So müssen Wissen und Kompetenzen aus den drei Nachhaltigkeits-Dimensionen Wirtschaft, Soziales und Umwelt vermittelt werden. Außerdem ist wichtig: Die Projekte haben einen innovativen Charakter, wirken in die Breite und bemühen sich um die Zusammenarbeit mit anderen Projekten.

Die Deutsche UNESCO-Kommission hat in Deutschland bereits über 1.700 Projekte ausgezeichnet: In Schülerfirmen etwa lernen Kinder, ökonomisch sinnvoll wie umweltverträglich und sozial gerecht zu handeln. Kindergärten und Schulen richten ihr Konzept an den Prinzipien der Bildung für nachhaltige Entwicklung aus, bauen Solaranlagen oder engagieren sich für fairen Handel. Außerschulische Träger organisieren Bildungsangebote rund um das Thema nachhaltige Entwicklung. Dies sind nur einige von vielen Beispielen.

Mehr Informationen und Hintergründe über die UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ erhalten Sie unter www.bne-portal.de.

Pressefotos:

Links: Qualitätssiegel der Deutschen UNESCO-Kommission für das Projekt „Blickwinkel“
Rechts: Gemeinschaft erleben, Projektstart im August 2012 – Foto: Nordend-Schule

Download:

Pressemitteilung-Projekt-Blickwinkel-210313.pdf

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