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Handwerk hat grünen Boden: Tag der offenen Tür beim Projekt „Perspektive Natur“

Berlin/ Eberswalde, 27.05.2016: Heute öffnet das Berufsorientierungsprojekt „Perspektive Natur“ zum ersten Mal seine Türen für die Öffentlichkeit. Das Projekt, das in Kooperation mit der Allianz Umweltstiftung entwickelt wurde, eröffnet benachteiligten Jugendlichen und Geflüchteten berufliche Perspektiven, die sich auf den Lebens- und Arbeitsraum Wald beziehen. 
 
Über den Zeitraum von einem Jahr lernen junge Erwachsene ohne Schulabschluss „grüne“ Berufe kennen und probieren sich in der Forstwirtschaft, der Zimmerei und Tischlerei sowie im Garten- und Landschaftsbau aus. Seit Oktober vergangenen Jahres sind zehn junge Männer im Stiftungswald, dem Historischen Forstschreiberhaus und dem Forstbotanischen Garten Eberswalde aktiv. Die Teilnehmer trainieren neben handwerklichen Fertigkeiten auch soziale Kompetenzen, die ihnen den Berufseinstieg erleichtern sollen. Dabei werden sie von erfahrenen Handwerkern, Forstwirten und einem Sozialpädagogen in ihrer fachlichen und persönlichen Entwicklung begleitet. „Mich hat am meisten überrascht, wie hoch die Motivation der Teilnehmer ist und wie gut sie als Team zusammengewachsen sind“, sagt Christian Strauch, Tischler und einer der Anleiter.
 
„Perspektive Natur“ hat selbst eine ungewöhnliche Ausrichtung genommen: auf Grund der hohen Zahl geflüchteter Menschen wurde das Projekt erweitert und wird auch für Geflüchtete angeboten. So lernen und arbeiten derzeit junge Erwachsene aus Deutschland, Somalia und Eritrea zusammen. Bei Zimmerer- und Tischlerarbeiten auf dem Gelände des historischen Forstschreiberhauses und bei der Kulturpflege im Stiftungswald zeigen die Teilnehmer beim Tag der offenen Tür, welche Fertigkeiten sie in den letzten Monaten erworben haben. 
 
Die Allianz Umweltstiftung möchte gemeinsam mit der Stiftung WaldWelten mit diesem Projekt neue Wege in der Umweltbildung beschreiten, so Dr. Lutz Spandau, Vorstand der Allianz Umweltstiftung. Der Umgang und das Erleben in der Natur sollen den Teilnehmenden Perspektiven für eine eigene, verantwortungsvolle Lebensgestaltung aufzeigen. Daher verbindet das Projekt praktische Naturschutzarbeit, soziales, persönlichkeitsorientiertes, handwerkliches Lernen und Umweltbildung. „Wenn nicht wir Umweltstiftungen eine solches Pilotprojekt fördern, wer denn dann?“, so Dr. Spandau.
 
Der erste Durchgang des auf vier Jahre angelegten Projekts steht nun kurz vor dem Abschluss und vor der Vermittlung in Weiterqualifizierung, Ausbildung und Beruf. Bei der Vermittlung wird die Stiftung WaldWelten von lokalen Unternehmen, Wirtschaftsverbänden und Bildungseinrichtungen unterstützt.
 
 

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Die Stiftung WaldWelten wurde 2010 als gemeinnützige Stiftung von der Hochschule für nachhaltige Entwicklung und der Stadt Eberswalde ins Leben gerufen. Ihre Schwerpunkte sind die Waldforschung und der Naturschutz, die Umweltbildung und Kulturförderung. Die Stiftung ist offizielles Projekt der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ und der UN-Dekade Biologische Vielfalt. 
 
 
Kontakt
Karin Siegmund, Geschäftsführerin Stiftung WaldWelten
c/o Forstbotanischer Garten, Am Zainhammer 5, 16225 Eberswalde
Tel.: 03334 657 487
Mobil: 01577 19 42 479
Mail: karin.siegmund@hnee.de


 

 

 

 

 

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